Mädesüßfluren (6430)

Mädesüßflur (6430)

Mädesüßflur (6430)

Beschreibung des Habitats

Mädesüßfluren sind von Hochstauden, hierunter fällt das namensgebende Echte Mädesüß (Filipendula ulmaria), dominierte feuchte Säume. Sie finden sich natürlicherweise auf meist nährstoffreicheren, feuchten Böden an Ufern von Fließgewässern, Gräben und am Rande von Feuchtwäldern. Eine landwirtschaftliche Nutzung erfolgt auf diesen Flächen nur sehr unregelmäßig. Mädesüßfluren stellen ein wichtiges Habitat für eine Vielzahl von Tieren da. Ihre dichte, hohe Krautvegetation bietet zum Beispiel optimale Versteckmöglichkeiten für bodenbrühende Vögel oder dient als Wanderkorridor für Amphibien. Als Grenze zu Fließgewässern können sie außerdem eine wichtige Funktion als Nährstoffpuffer der Bäche und Flüsse einnehmen.

Situation und Gefährdung des Habitats im Projektgebiet

Mädesüßfluren kommen landesweit an feuchten, nährstoffreichen Standorten vor, die nur sporadischer Nutzung unterliegen. Die Hauptbeeinträchtigung dieses Biotops stellt die landwirtschaftliche Intensivierung dar. Durch Drainage und Flurbereinigungen werden die sonst oft ungünstigen Standorte erschlossen.

Maßnahmen im Projekt für dieses Habitat

Ankauf und Brachlegen von 2 ha. Unregelmäßige Mahd alle 2-5 Jahre um eine Verbuschung zu verhindern.