Wimperfledermaus

Die Sommerquartiere der Wimperfledermaus in der Umgebung des Natura2000-Gebietes „Atterttal“ sind bisher nur teilweise bekannt. Darauf deuten schwankende Individuenzahlen in den Sommerquartieren hin. Die Vermutung liegt nahe, dass die Wimperfledermaus von Tag zu Tag zwischen mehreren Schlafplätzen wechselt.

Um diese Theorie zu überprüfen und noch weitere Quartiere dieser stark bedrohten Fledermausart ausfindig zu machen und dadurch besser schützen zu können, führen Experten im Rahmen des LIFE-Projektes Telemetriestudien anWimperfledermäusen bereits bekannter Kolonien durch. Dabei werden Tiere mit einem harmlosen Sender ausgestattet, der über mehrere Tage die genaue Position der Fledermaus mittels Radiowellen übermittelt. Dies ermöglicht uns den Schlafplatz des besenderten Tieres ausfindig zu machen und so eventuell noch unentdeckte Verstecke aufzuspüren. Insgesamt sind 3 Telemetriestudien in der Umgebung des Atterttals geplant.

Die Wimperfledermäuse überwintern teilweise in Höhlen des Minettes. Diese Höhlen verschwinden nach und nach durch Zerfall und Verschluss. Um der Art zu helfen, müssen bisher noch unbekannte Winterquartiere entdeckt und entsprechend geschützt werden. Daher ist ein Monitoring der 5 vielversprechendsten Höhlen während der Einflugzeit ins Winterquartier geplant. Dieses Monitoring wird mit Hilfe einer speziell-entwickelten Fotofalle durchgeführt, die am Höhleneingang installiert wird und anhand deren Fotos die Art eindeutig und störungsfrei bestimmt werden kann.

Weiterhin sind bisher noch keine Kolonien in der Gegend des Minettes bekannt. Eine einmalige Telemetriestudie an Tieren, die gerade aus dem Winterquartier ausfliegen, soll noch unbekannte Sommerquartiere zeigen.