Habitatrestaurierungen

Mit den Landwirten, die die im Rahmen des LIFE-Projektes erworben Flächen bewirtschaften, werden nationale Biodiversitätskontrakte abgeschlossen. Somit wird eine Extensivierung der Flächen gewährleistet, ohne dass der Landwirt finanzielle Einbußen hat.

Zudem sind folgende konkrete Restaurierungsmaßnahmen für die erworbenen Flächen vorgesehen.

Kalkhalbtrockenrasen sowie Baumpieper, Heidelerche und Gartenrotschwanz

Falls nötig wird eine Entbuschung durchgeführt.

Pfeifengraswiesen und Magere Mähwiesen

Diese Flächen werden nach ihrem Nährstoffgehalt und der noch vorhanden biotopspezifischen Vegetation in drei Kategorien eingestuft, die verschiedenen Maßnahmen unterliegen.

  • Flächen mit hohem Nährstoffgehalt und geringem Artenreichtum: Aufgrund des hohen Nährstoffanteils kann noch keine Renaturierung durchgeführt werden. Die Flächen werden einer stetigen Extensivierung unterworfen bis eine Renaturierung sinnvoll ist.
  • Flächen mit niedrigem Nährstoffgehalt und geringem Artenreichtum: Diese Flächen eignen sich für eine Wiesenrenaturierung mittels Mahdgutübertragung.
  • Flächen mit niedrigem Nährstoffgehalt und hoher Artendichte: Der Erhalt der Flächen in diesem Zustand ist prioritär. Zudem werden sehr seltene und stark bedrohte Pflanzenarten aufgezogen und in kleinen Gruppen in der Fläche ausgepflanzt

Mädesüßfluren

Geeignete feuchte und nährstoffreiche Standorte werden brachfallen gelassen. Die entstehenden Mädesüßfluren werden durch unregelmäßige Mahd alle 2-5 Jahr vor einer Verbuschung bewahrt.

Zwischenmoore

Falls nötig werden Drainagekanäle verschlossen.

Kammmolch

Anlegen von sonnenexponierten, großflächigen, sommerwarmen Stillgewässern im Offenland als Sommerhabitat.

Gelbbauchunken

Anlegen von sonnenexponierten, kleinen, temporären Stillgewässer-Mosaiken im Offenland als Sommerhabitat. Eventuell wird eine Aufzucht und Wiederansiedelung dieser national stark bedrohten Art nötig sein.

Wimperfledermaus

Anlegen und Erhalt von landschaftlichen Leitlinien (Hecken, natürliche Gewässer, Bäume) zur Vernetzung geeigneter Jagdhabitate. Aufwertung von Jagdhabitaten durch das Anlegen von Streuobstwiesen mit Beweidung als optimaler Unternutzung.